E-Auto gegen Verbrenner: der ehrliche Kostenvergleich

Beim Energiepreis je 100 Kilometer gewinnt das Elektroauto fast immer. Bei der Gesamtrechnung entscheidet, wo du lädst und wie lange du das Fahrzeug behältst.

Energiekosten je 100 Kilometer

Ein Mittelklasse-Elektroauto verbraucht real 16 bis 20 kWh je 100 Kilometer. Zu Hause an der Wallbox mit rund 25 Cent je kWh kostet das 4 bis 5 Euro. An einer öffentlichen AC-Ladestation mit 45 Cent sind es 7 bis 9 Euro, am DC-Schnelllader mit 70 Cent bereits 11 bis 14 Euro.

Ein vergleichbarer Diesel mit 5,5 Litern und 1,80 Euro je Liter liegt bei rund 10 Euro, ein Benziner mit 7 Litern bei etwa 12,60 Euro.

Damit ist klar, woran alles hängt: wer zu Hause lädt, fährt für die Hälfte. Wer ausschließlich auf Schnellladern unterwegs ist, liegt auf Verbrennerniveau.

  • Wallbox zu Hause: 4 bis 5 Euro je 100 Kilometer.
  • Öffentliches AC-Laden: 7 bis 9 Euro.
  • DC-Schnellladen: 11 bis 14 Euro.
  • Diesel: rund 10 Euro. Benzin: rund 12,60 Euro.

Was neben der Energie zählt

Elektroautos sind in der Anschaffung teurer, dafür fallen laufend mehrere Posten weg oder werden kleiner. Es gibt keine motorbezogene Versicherungssteuer, die Wartung ist einfacher, und die Bremsen halten durch Rekuperation deutlich länger.

Gegen das Elektroauto sprechen der höhere Wertverlust in den ersten Jahren, teurere Kaskoversicherungen bei manchen Anbietern und die Frage, ob eine Wallbox überhaupt installierbar ist. Ohne eigene Lademöglichkeit verschiebt sich die Rechnung deutlich.

  • Keine motorbezogene Versicherungssteuer beim reinen Elektroauto.
  • Wartung: kein Ölwechsel, kein Zahnriemen, kein Partikelfilter, längere Bremsintervalle.
  • Wertverlust: bei jungen Elektroautos aktuell höher als beim vergleichbaren Verbrenner.
  • Ladeinfrastruktur: ohne Wallbox oder verlässlichen Ladepunkt am Arbeitsplatz kippt der Kostenvorteil.

Die Gesamtrechnung über fünf Jahre

Bei 15.000 Kilometern im Jahr und überwiegendem Laden zu Hause spart das Elektroauto gegenüber dem Diesel rund 750 bis 900 Euro Energiekosten pro Jahr, dazu Steuer und Wartung. Über fünf Jahre summiert sich das auf einen vierstelligen Betrag, der einen Anschaffungsaufpreis in ähnlicher Größenordnung ausgleicht.

Ohne Heimladen bleibt vom Vorteil wenig. Bei ausschließlich öffentlichem AC-Laden liegt die Ersparnis noch bei etwa 150 bis 400 Euro im Jahr, bei überwiegendem Schnellladen kehrt sie sich um.

Für wen sich was rechnet

Elektroauto: eigene Wallbox oder Lademöglichkeit am Arbeitsplatz, planbare Alltagsstrecken, hohe Jahresfahrleistung, Fahrzeug wird lange behalten.

Verbrenner: keine Lademöglichkeit zu Hause, häufige Langstrecken ohne Ladepause, geringe Jahresfahrleistung, oder ein bereits abbezahltes Fahrzeug, bei dem sich ein Wechsel schlicht nicht amortisiert.

Rechne deinen Fall konkret durch: die Spritkosten deiner typischen Strecke bekommst du im Spritpreisrechner, die Ladepreise in deiner Umgebung stehen auf den Ladestations-Seiten.

Häufige Fragen

Was kostet 100 Kilometer im Elektroauto?

Bei 16 bis 20 kWh Verbrauch je 100 Kilometer sind es zu Hause rund 4 bis 5 Euro, an einer öffentlichen AC-Ladestation 7 bis 9 Euro und am Schnelllader 11 bis 14 Euro. Ein Diesel liegt bei etwa 10 Euro.

Lohnt sich ein E-Auto ohne eigene Wallbox?

Deutlich weniger. Ohne Heimladen liegen die Energiekosten je nach Ladeart auf oder über Verbrennerniveau, und der Anschaffungsaufpreis amortisiert sich kaum noch über die Laufzeit.

Wie lange hält ein Elektroauto-Akku?

Aktuelle Batterien verlieren in den ersten 150.000 bis 200.000 Kilometern typischerweise 10 bis 20 Prozent Kapazität. Die Hersteller geben meist acht Jahre oder 160.000 Kilometer Garantie auf eine Restkapazität von 70 Prozent.

Ist Schnellladen teurer als Tanken?

Je nach Tarif ja. Bei 70 Cent je kWh und 18 kWh Verbrauch kostet Schnellladen rund 12,60 Euro je 100 Kilometer und liegt damit auf Benzinniveau. AC-Laden und Heimladen sind deutlich günstiger.

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Datenquelle: E-Control

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