Der günstigste Wochentag zum Tanken
Der günstigste Wochentag ist in Österreich weniger eindeutig als oft behauptet. Seit die Preiserhöhung auf einen fixen Zeitpunkt beschränkt ist, zählt die Uhrzeit mehr als der Tag.
Was die Wochentagsmuster erzeugt
Wochentagsunterschiede entstehen aus der Nachfrage, nicht aus dem Einkaufspreis. Der Großhandelspreis kennt keinen Wochenrhythmus, die Zahl der Autofahrer an der Zapfsäule sehr wohl.
Freitagnachmittag fahren die meisten Menschen ins Wochenende und tanken vorher voll. Sonntag ist wenig los. Genau diesem Muster folgen die Margen der Tankstellen.
Die Tendenz in Österreich
Als Faustregel gilt: Sonntag und Montagvormittag sind eher günstig, Donnerstag und Freitag eher teuer, Mittwoch liegt dazwischen. Die Unterschiede bewegen sich meist im Bereich von zwei bis vier Cent je Liter.
Das ist deutlich weniger als der Abstand zwischen zwei Tankstellen im selben Ort, der regelmäßig 10 bis 15 Cent beträgt. Wer den Wochentag optimiert, aber die teure Station anfährt, hat unter dem Strich nichts gewonnen.
- Sonntag: geringe Nachfrage, keine Großhandelsanpassungen, tendenziell günstig.
- Montagvormittag: die Sonntagspreise laufen noch nach, bis um 12:00 Uhr erhöht werden darf.
- Donnerstag und Freitag: höchste Nachfrage vor dem Wochenende, tendenziell teuerste Tage.
- Ferienbeginn und Feiertage: unabhängig vom Wochentag durchgehend teurer.
Warum die Uhrzeit mehr zählt
Die österreichische Spritpreisverordnung erlaubt je Kraftstoffsorte genau eine Preiserhöhung pro Tag, und zwar um 12:00 Uhr. Senkungen sind rund um die Uhr erlaubt.
Daraus folgt ein verlässliches Tagesmuster: der Preis ist am späten Vormittag am niedrigsten, springt zu Mittag nach oben und sinkt über Nachmittag und Abend wieder. Dieser Effekt ist an den meisten Tagen größer als der Unterschied zwischen zwei Wochentagen.
Die praktische Reihenfolge
Wenn du wirklich sparen willst, arbeite die drei Hebel in dieser Reihenfolge ab: erstens die günstigste Tankstelle auf deinem Weg wählen, zweitens vormittags vor 12:00 Uhr oder spät abends tanken, drittens, wenn es sich ohnehin ergibt, Sonntag oder Montag nehmen.
Der erste Punkt bringt fünf- bis siebenmal so viel wie der dritte. Der Wochentag ist die Feinabstimmung, nicht der Hebel.
Häufige Fragen
An welchem Wochentag ist Tanken am günstigsten?
Tendenziell Sonntag und Montagvormittag, weil die Nachfrage niedrig ist und keine Großhandelsanpassungen anstehen. Die Unterschiede liegen aber nur bei zwei bis vier Cent je Liter.
Ist Freitag wirklich der teuerste Tag?
Häufig ja, weil vor dem Wochenende am meisten getankt wird. Der Effekt ist regional unterschiedlich stark und an Reiserouten deutlicher als im Stadtverkehr.
Was bringt mehr, der richtige Tag oder die richtige Tankstelle?
Die Tankstelle, und zwar mit deutlichem Abstand. Der Preisunterschied innerhalb einer Stadt liegt bei 10 bis 15 Cent je Liter, der Wochentagsunterschied bei zwei bis vier.
Wann am Tag ist Tanken am günstigsten?
Am späten Vormittag vor der 12-Uhr-Erhöhung und am späten Abend. Direkt nach Mittag ist der schlechteste Zeitpunkt, weil dann die einzige erlaubte Preiserhöhung des Tages frisch durchgeschlagen ist.
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Datenquelle: E-Control